Mut zum Recht!

Mut zum Recht!
Plädoyer für einen modernen Rechtsstaat
Buchpräsentation und Podiumsdiskussion mit Oliver Scheiber


Montag, 9. November 2020 | 19 Uhr |
Festsaal Florido-Tower, 30. Stock, 1210 Wien
Anmeldung


In „Mut zum Recht! Plädoyer für einen modernen Rechtsstaat“ zeigt Oliver Scheiber auf, wo Stärken in der österreichischen Justiz liegen sowie wo deren Schwächen angesiedelt sind. Aus seiner Erfahrung in Rechtsprechung und Justizpolitik unterbreitet er Vorschläge zur Frage, wie eine künftige Justiz menschengerechter agieren könnte. Der Autor konzentriert sich dabei auf Rechtsunterworfene sowie sucht er auch nach Ursachen für Fehlentwicklungen, die dem Konzept eines modernen, liberalen, demokratischen und sozialen Rechtsstaats entgegenstehen. Nach einer Präsentation des Buches soll eine Podiumsdiskussion Raum für einen breiten Diskurs zum Thema bieten.

Podium


Oliver Scheiber
ist Richter in Strafsachen und Vorsteher des Bezirksgerichts Wien Meidling. Er ist als Experte für den Europarat und die EU tätig und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Rechts- und Kriminalsoziologie Wien. Zudem unterrichtet er an Hochschulen und ist publizistisch tätig.
Foto: Sandrino Weghofer


Katharina Beclin
ist Assistenzprofessorin am Institut für Strafrecht und Kriminologie der Universität Wien und Beirätin sowie ehrenamtliche Mitarbeiterin der Vereins SiM. Zu Ihren Forschungsschwerpunkten zählen Rechtstatsachenforschung bezogen auf die Effektivität von Strafverfahren und die Wahrung von Opferrechten, Gewalt im sozialen Nahraum, Ausbeutung und Menschenhandel sowie rechtspolitische Fragen im Zusammenhang mit Strafverfolgung und strafrechtlichen Sanktionen.


Christine Hubka
ist evangelische Pfarrerin i.R. und seit ihrer Pensionierung in der Gefängnisseelsorge der evang. Kirche tätig.
Sie ist Autorin mehrerer Bücher. Darunter:
„Die Haftfalle“ (2013, Edition Steinbauer)
„Reite den Drachen“ (für Kinder von Inhaftierten, 2020, Verlag der Apfel)
„Nach der Haft“ (2018, Mandelbaum Verlag)
Derzeit ist ein Buch für Jugendlich mit Eltern in Haft in Arbeit.


Gerhard Klösch
ist seit dem Abschluss seines Unternehmerlebens als Sekretär und Vorstandsmitglied des Vereines SiM (Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug) tätig. Er verwaltet die Klienten des Vereines und kennt deren Lebenswege. Rund 90 Untergebrachte (darunter einige mehrmals) hat er bisher persönlich in den Justizanstalten Österreichs besucht. Durch diese Erfahrungen hat sich sein Blick auf die Menschenrechte und den Strafvollzug massiv verändert.


Thomas Memmer
ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin. Er leitet die Station für Forensische Akutpsychiatrie der Klinik Penzing und ist in freier Praxis tätig. Er ist Gastprofessor an der Medizinischen Universität Wien, hält regelmäßig Vorträge zum Umgang mit psychischen Erkrankungen vor PolizistInnen und PolizeischülerInnen, unterrichtet am Psychotherapeutischen Propädeutikum des HoPP und ist Teil des Wissenschaftlichen Beirats von SiM.


Stephan Vesco
ist Rechtswissenschafter in Wien. Aktuell ist er als Rechtsberater bei Helping Hands beschäftigt und engagiert sich für die Initiative Gefangenengewerkschaft. Kürzlich hat er am Institut für Rechtsphilosophie promoviert, wo er in den letzten Jahren auch als Mitarbeiter und Lektor tätig war. Er publiziert regelmäßig zu menschenrechtlichen, völkerrechtlichen sowie rechtstheoretischen Fragestellungen.
Foto: Michael Nagl

Moderation


Maria Berger
Geboren 1956; Studium der Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre (1975-1979), Doktorin der Rechtswissenschaften; Assistentin und Lehrbeauftragte am Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaften der Universität Innsbruck (1979-1984); Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, zuletzt stellvertretende Abteilungsleiterin (1984-1988); Sachbearbeiterin für EU-Fragen im Bundeskanzleramt (1988-1989); Leiterin der Abteilung für Integrationspolitische Koordination im Bundeskanzleramt (Vorbereitung des Beitritts Österreichs zur Europäischen Union) (1989-1992); Direktorin bei der EFTA-Überwachungsbehörde in Genf und Brüssel (1993-1994); Vizepräsidentin der Donau-Universität Krems (1995-1996); Abgeordnete des Europäischen Parlaments (November 1996 – Januar 2007 und Dezember 2008 – Juli 2009) und Mitglied des Rechtsausschusses; Stellvertretendes Mitglied des Europäischen Konvents zur Zukunft Europas (Februar 2002 – Juli 2003); Mitglied des Gemeinderats der Stadtgemeinde Perg (September 1997 – September 2009); Bundesministerin für Justiz (Januar 2007 – Dezember 2008); Richterin am EuGH (2009-2019). Publikationen zu verschiedenen europarechtlichen Themen, Honorarprofessorin der Universität Wien für das Fach „Europarecht“, Ehrensenatorin der Universität Innsbruck;