Menschliche Drogenpolitik

Menschliche Drogenpolitik


Freitag, 12. März 2021 | 15 Uhr |
Festsaal Florido-Tower, 30. Stock, 1210 Wien
Anmeldung


„Schleppender Fortschritt auf dem Weg zu einer menschenrechtskonformen Drogenpolitik in Österreich“?
Drogenpolitik und Menschenrechte sind weitreichend verzweigt – von Drogenanbau und Produktion bis hin zu Transport, Verkauf und Konsum. Gleichzeitig kann mit Sicherheit behauptet werden, dass weltweit noch keine Regierung einen tatsächlich menschenrechtskonformen Ansatz für den Umgang mit Drogen implementiert hat. Wie könnte eine menschenrechtskonforme Drogenpolitik hier in Österreich aussehen und wie nah oder wie weit entfernt ist Österreich von einem solchen Modell?

Podium


Christoph Fasching
ist 1978 in Wien geboren und hat nach der Matura Psychologie an der Universität Wien studiert. Nach der Ausbildung zum Klinischen und Gesundheitspsychologen, strebt er seit 2016 die Ausbildung zum Psychotherapeuten an. Im Jahr 2020 konnte er im Zuge der Ausbildung bei P.A.S.S. (steht für Psychotherapie, Angehörigenarbeit, Suchtbehandlung und Sozialbetreuung) mitarbeiten und Klienten aus dem Justizteam, wie auch Klienten aus dem illegalisierten Suchtmittelteam betreuen. Christoph Fasching ist Mitinitiator der 2019 eingereichten österreichischen Bürgerinitiative „Wiener Aufruf“.


Gabriele Fischer
ist Fachärztin für Psychiatrie & Neurologie und leitet die Suchttherapie der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im AKH. Sie ist unter anderem Mitglied des European Monitoring Center for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA) und Leiterin der Kommission 3 zum präventiven Menschenrechtsschutz der Volksanwaltschaft, und auch Expertin der Beschuchskommission von CPT (European Committee for the Prevention of Torture and Inhuman or Degrading Treatment or Punishment) des Europarates.


Barbara Gegenhuber
ist 1976 in Wien geboren, studierte Klinische- und Gesundheitspsychologin, von 2002-2011 Forschung und Lehrtätigkeit in Klinischer und forensischer Psychologie und klinisch-psychologische Behandlung sowie Betreuung drogenabhängiger InsassInnen in der Justizanstalt Wien Favoriten und seit 2014 Geschäftsführerin und stellvertretende therapeutische Leiterin.
Schweizer Haus Hadersdorf (SHH), stationäre und ambulante Therapie bei
Abhängigkeitserkrankungen.


Gabriele Kozàr
HAK-Matura im 1. Bildungsweg, 10 Jahre Stahlhandel GUS Staaten auf mittlerem Management-Niveau danach 1 Jahr Flüchtlingsbegleitung in Guatemala, 5 Jahre Aufbau und Leitung einer Schule für indigene Kinder, Guatemala, 15 Jahre Trainerin, Coach, Sozialarbeit in Wien,
Berufslehrgänge für diverse Berufe, Flüchtlingsprojekte, etc. seit 2016 Aktivistin bei ENCOD (Europäische Koalition für gerechte und effiziente Drogenpolitik) und seit 2019 Teil des Teams „Wiener Aufruf“


Edith Riegler
Ist 1993 in Leoben geboren und hat Psychologie am Trinity College Dublin studiert und danach einen Master in Criminology and Criminal Justice an der Universität Leiden abgeschlossen. Im Zuge ihrer Ausbildung hat sie sich unter anderem gezielt mit Themen rund um Drogenpolitik, dessen sozio-kriminologischen Auswirkungen und dem Schutz von Menschen- und Bürgerrechten in dieser Hinsicht beschäftigt. Seit 2019 ist sie als Consultant für die HIV/AIDS Abteilung des United Nations Office on Drugs and Crime in Wien tätig. Fokus dieser Arbeit sind insbesondere die Rechte von Menschen die Drogen injizieren, im Bezug auf Gesundheitsversorgung und in der Strafjustiz. 


Josef Rohaczek
Obmann des Elternkreis Wien, Verein zur Förderung der Selbsthilfe für Angehörige von Suchtkranken. Erstunterzeichner der parlamentarischen Bürgerinitiative für eine menschliche Drogenpolitik in Österreich.

Moderation


Gregor Hartleib
hat Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft studiert und ist – nach längerer Zeit im Ausland – in Wien als Verwaltungsjurist tätig. Aufgrund seines hohen Interesses für Themen des Straf- und Maßnahmenvollzugs arbeitet er ehrenamtlich als Redakteur der Zeitschrift „Blickpunkte“.