Jan-Stender-Preis 2020

Verleihung des Jan-Stender-Preis 2020


Freitag, 13. November 2020 | 19 Uhr
Festsaal Florido-Tower, 30. Stock, 1210 Wien
Anmeldung


Jan-Stender-Preis

SiM vergibt heuer erstmalig den mit 500 EURO dotierten Jan-Stender-Preis

Durch die Verleihung des Jan-Stender-Preises sollen Personen ausgezeichnet werden, die sich mit dem gesellschaftlichen Randthema des Maßnahmenvollzug in kompetenter Weise auseinandersetzen und durch ihr Tun innerhalb dieses Kontextes Positives bewirkten.

Die Auszeichnung trägt den Namen eines 2018 im Maßnahmenvollzug in einer Isolationszelle der Sigmund-Freud-Klinik in Graz verstorbenen Untergebrachten.

Nominiert sind:
Elisabeth Wintersberger (VertretungsNetz)
Martin Ladstätter (BIZEPS)
Robert Mittermair (LOK)

Der Preis ist mit 500 Euro dotiert, die Übergabe des Preises und des Preisgelds erfolgt durch die Mutter von Jan Stender.

Die Preisstatue wurde von einem Maßnahmenvollzug-Untergebrachten der Justizanstalt Stein geschaffen.

Preisverleihung


Waltraut Luthin-Stender
Ich bin eine der vielen Mütter (Eltern), die diese vielen Jahre den geliebten Sohn „eingeschlossen in der Psychiatrie“ ertragen musste und nie helfen konnte und durfte, noch wurde meine Stimme gehört! Auch die Schuldgefühle konnte mir kein Mensch je nehmen, auch wenn es mir lapidar gesagt wurde.
Die Gespräche, die ich mit meinem Sohn führte, waren die eines normalen und verstandesmäßigen Menschen und ich glaubte meinem Sohn, wenn er sagte, dass die Zwangs-Medikamentierung seine physische Gesundheit zerstören. Uns so war es auch!!! Vor seinem Tod hatte er ein neurologisches Organversagen und seine Blase konnte sich nicht entleeren!


Markus Drechsler
ist Obmann der „Selbst- und Interessensvertretung zum Maßnahmenvollzug“, Herausgeber der Blickpunkte, studiert Rechtswissenschaften an der Universität Wien und war selbst Untergebrachter im Maßnahmenvollzug.