Ausländer im Maßnahmenvollzug

Der Anstieg ausländischer Untergebrachter im
österreichischen Maßnahmenvollzug

Entwicklung und Herausforderungen.
Präsentation der Masterarbeit und Podiumsdiskussion


Donnerstag, 12. November 2020 | 20 Uhr
Festsaal Florido-Tower, 30. Stock, 1210 Wien
Anmeldung (folgt in Kürze)


Gleichzeitig mit dem deutlichen Anstieg der in Österreich im Maßnahmenvollzug untergebrachten Personen in den letzten 20 Jahren stieg auch der Anteil ausländischer Insass*innen rapide an. Im Jahr 2020 hatte bereits jede fünfte untergebrachte Person im Maßnahmenvollzug nicht die österreichische Staatsangehörigkeit. Michael Mittasch betrachtet diese Entwicklung in seiner Masterarbeit „Der Anstieg ausländischer Untergebrachter im österreichischen Maßnahmenvollzug“ in Form von mehreren Experten*inneninterviews aus unterschiedlichen Perspektiven. Es werden Lösungsansätze dargestellt, wie mit Herausforderungen, die sich beispielsweise hinsichtlich Kultur, Sprache oder therapeutischer Betreuungen dieser Personen ergeben, umgegangen werden kann. Die Präsentation der Masterarbeit soll eine Diskussion einleiten, in der die aktuellen Entwicklungen tiefergehend thematisiert werden können.

Podium


Michael Mittasch
bei der Exekutive seit 1987, zuerst als Gendarm in Kapfenberg tätig, nach der Offiziersausbildung 1992/1993 in Mödling, leitender Beamter auf verschiedenen Bezirksgendarmeriekommanden in Wr. Neustadt, Bruck/Mur und Liezen, dann von 1997 – 2012 Kommandant am Bezirksgendarmeriekommando in Leoben (ca. 110 Mitarbeiter/innen), nach der Zusammenlegung von Stadt- und Bezirkspolizeikommando Leoben mit Herbst 2012 dort als weiterer leitender Polizeioffizier tätig. Verschiedene Einsatzaufgaben in weiterer Folge wie u.a. im Zuge der Migrationskrise 2015/2016 Einsatzkommandant in Nickelsdorf und Spielfeld sowie diverse Vortragstätigkeiten bei der Polizei. Daneben 2016 Abschluss des berufsbegleitenden Studiums „Polizeiliche Führung“ sowie 2020 des 4- semestrigen Lehrgangs „Strategisches Sicherheitsmanagement“, beides auf der Fachhochschule in Wiener Neustadt absolviert, in dessen Verlauf gegenständliche Masterarbeit verfasst wurde. Zudem seit März 2019 einer von mehreren Senatsvorsitzenden für das Aufnahmeverfahren VB/S neu für Polizeibewerber in der Steiermark. Aktuell dienstzugeteilt im Anhaltezentrum in Vordernberg.


Julia Kolda
studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und war neben ihrem Studium bereits als Studienassistentin am Institut für Strafrecht und Kriminologie an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät tätig. 2007 begann sie als Rechtsanwaltsanwärterin bei Soyer / Embacher Rechtsanwälte. Ihr weiterer Weg führte sie zu Lansky, Ganzger + partner Rechtsanwälte. Zuletzt war sie für Haslinger / Nagele & Partner Rechtsanwälte am Standort Wien für den Bereich Strafrecht zuständig. Nachdem Sie bei Northcote Recht in Wien als selbstständige Rechtsanwältin arbeitete, eröffnete Sie 2020 Ihre neue Kanzlei in Steyr (OÖ).
Kolda ist ausgewiesene Expertin im Straf- und Fremden- und Asylrecht.

Moderation


tba